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Wir stricken ein zelt

Tipi-Liesels Tagebuch

Tagebuch der Tipi-Liesel

7. Juni 2015



Hallo, darf ich mich vorstellen, mein Name ist.......
Oha, ich habe noch gar keinen Namen. Ich bin ein rotes Wollknäuel und liege die meiste Zeit bei Edith in der guten Stube. 
Ich habe unzählige Geschwister, grüne, blaue, gelbe Knäuel und noch viele mehr, die auch alle bei Edith in der guten Stube liegen. 
Ich weiß nicht warum, aber mir hat Edith zwei Augen angenäht, damit ich alles besser sehen und erzählen kann. 



Zuerst, als ich noch keine Augen hatte, war ich in einem Wollgeschäft. Wie ich dahin gekommen bin weiß ich nicht, das war vor meiner „Geburt“. Wahrscheinlich wurde ich in einer Fabrik erzeugt 
Auf dem Schild, das um meinen Bauch gewickelt war, stand, dass diese Firma in Ingolstadt ist. 
Mein ganzer Körper besteht aus Polyacryl und das ist auch gut so, denn ich soll zu etwas ganz besonderem verarbeitet werden. 
Das habe ich erst jetzt erfahren, als mir die Augen aufgenäht wurden. 

Edith hat ihrem Mann erzählt, dass ich mit all meinen Geschwistern zu einem Sozialen Kunstwerk verstrickt werden soll. 

Andere Wolle wird ja oft zu Socken oder Pullovern. Wir alle aber, die hier in der Stube herumliegen, und natürlich auch meine Vettern und Kusinen, die in anderen Häusern herumliegen, werden „Kunst“;
verbindende Kunst, die viele Menschen vereint, weil sie gemeinsam an einer Sache arbeiten. 

Diese tolle Sache hat schon lange angefangen. Eine bekannte Künstlerin, die Ute Lennartz-Lembeck, die hat sich das ausgedacht. Aus vielen kleinen Polyacrylquadraten werden schöne Zelte genäht. Die sehen aus wie die Zelte der Ureinwohner Amerikas. Die nannten ihre Zelte „Tipis“.
Ich werde also ein Tipi. 

Die Tipis, die schon fertig sind, kann man im Internet ansehen. 
Schreibt Euch doch einfach mal die Adresse auf. 
www.ute-lennartz-lembeck.de


Ich bin gespannt wie das weitergeht und werde über alles berichten was passiert. 

Am Sonnabend , den 28. Febr. 2015 hat Edith einen Werbezettel fertiggestellt, der braucht nun nur noch fotokopiert zu werden und dann kann es losgehen. Am Weltgebetstag der Frauen am 6. März, wird dieser Werbezettel und auch schon etwas Wolle unters Volk gebracht. Ich bin gespannt, wie viele  Frauen solche Knäuel, wie mich, weiter verarbeiten. 
Bis bald, bis dahin, gut strick. 
Wallinghausen, den 6. März 2015



Hallo, da bin ich wieder, ich habe immer noch keinen Namen, den bekomme ich erst am 1. April, wenn der Frauenkreis sich wieder trifft. 
Aber seht Euch mal das schöne Bild an, so habe ich in meinem Korb gelegen und viele Frauen vom Weltgebetstag haben mich bestaunt. Einige haben meine Geschwister mit nach Hause genommen und wollen gerne mitstricken an dem bunten Tipi.  Ich freue mich schon, auch mal verstrickt oder verhäkelt zu werden, aber zuerst muss ich ja mal berichten wie es so weitergeht. 


Wallinghausen, den 1. April 2015


Heute ist ein ganz toller Tag gewesen. Die Frauen auf dem Bild haben mir einen Namen gegeben. Ich heiße „Tipi-Liesel“ und bin also ein Mädchen. Edith hat mir deshalb auch ein kleines Röckchen gehäkelt. Vielleicht seht ihr mich ja, ich sitze in der Mitte vom Korb.

Die Frauen sind total nett und haben sich über meine vielen Geschwister gefreut, die ihr um mich herum seht. Ganz viele sind nachher mitgenommen worden, um zu kleinen Quadraten zu werden. 
Das tollste ist aber, dass es schon am ersten Tag 127 kleine Quadrate gab. Die hatten die Frauen zu Hause schon fertig gestrickt. 
Jetzt geht’s ja erst richtig los. Wir wollen in die anderen Gruppen gehen und uns bei der Presse,ja vielleicht auch bei Funk und Fernsehen vorstellen. 
Ich bin gespannt wie das weiter geht. 
Im Dorf ist das Strickfieber schon ausgebrochen.

Wallinghausen, den 13. April 2014

Also,ich lerne vielleicht viele Leute kennen, das kann ich ja mal eben erzählen. 
Heute war ich mit Edith im Seniorenkreis und habe mich und meine Geschwister vorgestellt. Die älteren Gemeindeglieder waren von der Idee gleich begeistert, aber viele von den netten Menschen auf dem
Bild können nicht mehr so gut sehen oder haben Schwierigkeiten mit den Händen.
 
Das macht aber gar nichts, denn jede und jeder helfe wie er oder sie kann. 
Sie haben sich alle einen Flyer mitgenommen und wollen in der Familie und bei Nachbarn für unser Tipi werben. Außerdem kamen interessante Gespräche über frühere Zeiten zustande und diese Gespräche sind auch wichtig. 
Ihr lest also, es geht weiter und weiter. 



Wallinghausen, den 9. Mai 2015

Hallo lieber Leser und liebe Leserinnen, 
es ist eine ganz schöne Zeit vergangen, seit ich das letzte mal berichtet habe. 
Im Augenblick sind alle, die von unserem Projekt wissen, mit Stricken beschäftigt. Die Frauen vom Frauenkreis sind besonders fleißig. Es sind schon über 400 Quadrate bei Edith in einer großen Kiste,
Am Montag wollen die hiesigen Zeitungen ins Gemeindehaus kommen und über mich und meine Mitknäuel berichten. Das wird bestimmt spannend. Ich werde berühmt !!!!!! Wer weiß, vielleicht kommt sogar auch noch das Fernsehen und dann kommt Hollywood. Tipi-Liesel auf dem „walk of fame“. Man wird ja doch wohl mal träumen dürfen. 
Ich werde berichten, was in den Zeitungen steht und freue mich,

Bis bald!!! 
Tschüüüüüß

Wallinghausen, den 11. Mai  2015
Es hat geklappt, alle Zeitungen waren da und haben Bilder von mir und meinen Geschwistern gemacht. Jetzt bin ich mal gespannt was denn veröffentlicht wird. 

Wallinghausen, den 20. Mai 2015

Heute will ich kurz mal erzählen was alles so passiert ist. Die Zeitungen haben Bilder und Artikel geschrieben. Nicht immer ist alles so, wie Edith sich das gewünscht hat, aber im Großen und Ganzen sind die Frauen vom Frauenkreis zufrieden. Ich allerdings nicht. Denn in einer Zeitung stand ein schönes Bild von mir, aber da haben die mich Strickliesel genannt. Das bin ich ja nun wirklich nicht. Aber ich will mal großzügig sein, die Hauptsache ist, dass das Kunstprojekt bekannt wird. 
Das hat gut geklappt. Bei Edith steht das Telefon nicht still. Jeden Tag fragen Frauen an, die mithelfen wollen. Sie hat schon Wolle verschickt nach Wiesmoor und nach Pewsum, damit auch dort das Strickfieber ausbricht. 
Heute sind schon 660 Quadrate im Haus, die alle darauf warten zu einem Tipi zu werden. 

Wallinghausen, den 3. Juni 2015

Hier ist vielleicht was los, die Geschwisterwollknäuel sind fast alle weg und täglich kommen neue Quadrate ins Haus. Hier liegen heute 1077 Teile bereit zu dem Tipi genäht zu werden. Das wird ein ganz buntes Zelt. Edith und Frau Lennartz haben schon neue Pläne, aber ich glaube, das wird noch nicht verraten. Die Sache wächst und wird größer. 
Leider gibt es aber auch ein Enttäuschung, von Altenwohnheim in unserer Gemeinde ist keine Bewohnerin mehr in der Lage Quadrate zu stricken. Das ist schade, aber wir werden die Bewohner/innen doch irgendwie noch mit einbeziehen. 
Der Jugendtreff trifft sich am 5. Juni 2015  zum ersten Lehrgang. 



Wallinghausen, den 6. Juni 2015

Hallo liebe Strickfreunde und -freundinnen, da bin ich wieder. Ich will nur mal eben schnell einen Fortschrittsbericht liefern. Also mit dem heutigen Tage haben wir 1519 Quadrate. Nicht zu glauben, aber es ging so schnell, dass wir alle, ich, die Tipi-Liesel, und die Frauen des Frauenkreises nicht aufhören können zu Staunen. Hier in die Egelser Str. 63 kommen immer mehr und mehr Flicken an. Für ein Tipi haben wir schon genug, aber alle wollen weiter stricken oder häkeln. Also, machen wir weiter, die noch geheimen Pläne warten auf die kommenden Ereignisse. 

Das Treffen mit dem Jugendtreff war ein voller Erfolg. Alle hatten viel Spaß und erste Strickversuche sind erfolgreich. Vielleicht machen wir einmal so etwas neumodisches wie ein „Strickflashmob“.
Dann treffen wir uns zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Auricher Marktplatz zum gemeinsamen Stricken. Alles ist möglich, vieles wird noch passieren.


Wallinghausen, den 10. Juni 2015

Hallo, Tipi-Freunde und Tipi-Freundinnen,
heute war ich mit Edith zum Frauentreff. Dort wussten viele Frauen schon von mir und meinen Wollgeschwistern. Alle waren interessiert am Fortgang des Projekts und haben sich gefreut, dass das Kunstwerk schon so weit fortgeschritten ist. Einige haben sich noch Wolle mitgenommen, und fangen noch an zu stricken. Es wächst immer noch und führt zu neuen Verknüpfungen. Genau so soll es sein. 


Wallinghausen, den 16. Juni 2015

Hallo liebe Freundinnen und Freunde des Tipis!
Heute war vielleicht was los.
Bei Edith stand die Türklingel nicht still. Es kamen soviel Frauen, um ihre Quadrate abzugeben, dass Edith gar nicht hinterher kam, alle in ihre Liste zu schreiben. Das hat sie erst später getan. Bunte Teilchen und einfarbige Quadrate zieren jetzt das Arbeitszimmer, einige kamen aus Münkeboe, aus Rahe und aus Pewsum  Es sind nun über 1800 Flicken, die sich hier angesammelt haben und immer noch sind viele Wollknäuelgeschwister von mir unterwegs, um zu einem Kunstwerk zu werden. 
Für ein Tipi-Zelt sind es ja jetzt schon genug, aber alle wollen gerne weiter machen, da die Ideen, was daraus sonst noch werden könnte, gerade nur so sprudeln. Wir werden demnächst von Frau Lennartz  sortiert und geordnet und dann werden wir weiter gespannt sein, was nun passiert. 
Eine Strickerin hat unsere Ostfrieslandfahne kreiert, das ist ihr gut gelungen.  
Viele liebe Grüße 
Eure Tipi-Liesel




Wallinghausen, den 17. Juli 2015


Hallo liebe Strickfreunde und Strickfreundinnen,

Ich, Eure Tipi-Liesel ,habe lange nichts mehr berichtet. Die Frauen vom Frauenkreis und von überall her in Stadt und Land haben fleißig weitergestrickt. Wir haben jetzt mehr als 
2500 Quadrate und es werden immer noch welche hier in der Egelser Str. 63 abgegeben. Das Tipi wartet jetzt auf Vollendung und der nächste Arbeitsschritt ist in Sicht. Frau Lennartz kommt am 11. August und fängt mit den Frauen im Gemeindehaus an, die vielen Brüder und Schwestern von mir zusammenzulegen. Ich bin immer noch nicht verstrickt worden und warte auf meine Bestimmung. 
Ich freue mich schon auf den August, mal sehen wie das dann weiter geht.

Eure Tipi-Liesel


Wallinghausen, den 20 Juli 2015

Hallo liebe Tipi-Brüder und Schwestern!

Hier folgen nun ein paar Bilder von den verschiedenen Gruppen, die ich alle besucht habe und aus denen überall Quadrate für das Tipi gestrickt wurden. 
Ich finde mich ja recht fotogen, denn ich bin auf allen Bildern gleich schön. 
Hier seht Ihr mich beim Gospelchor.





Auf diesem Bild vom Kirchenchor wurde ich sogar auf den Schoss genommen.



Wallinghausen, den 5. Aug. 2015

Hallo Ihr Lieben,
heute ist etwas ganz Aufregendes passiert. Ich bin umgezogen!!!!
Edith hat mich und meine Geschwister in große Kisten gepackt und ins Auto geladen. Wir sind nur ein kleines Stückchen gefahren und dann ins Gemeindehaus nach Wallinghausen gebracht worden. 
Da war vielleicht was los. Viele Frauen vom Frauenkreis haben mitgeholfen die einzelnen Quadrate zu sortieren und nach Farben in Kisten zu stapeln. Das sieht ganz toll aus. 
Jetzt warten wir hier gemeinsam auf  Dienstag, den 11. Aug.. Da kommt Frau Lennartz und wird uns zu einem kunstvollen Tipi zusammenlegen. 

Es geht voran !!!!!! 

Liebe Grüße, Eure Tipi-Liesel


Hier seht Ihr ein Bild von meinem Auszug bei Edith. Ich sitze im letzten Umzugskarton.







Hier sind meine Geschwister und ich schon im Gemeindehaus. 
Wir sind schön nach Farben sortiert und ich liege völlig erschöpft vom anstrengenden Umzug hinten im Korb und ruhe mich aus. 




So, alles fertig! Wie Ihr seht bin ich schon wieder oben auf und habe voll den Überblick.
Bis bald, Eure Tipi-Liesel







Hallo Freunde und Freundinnen des Tipis,

hier kommen jetzt spannende Bilder von ersten Arbeitsschritten zur Fertigstellung des Tipis. Frau Lennartz-Lembeck war am 11. Aug.2015 da und die Frauen vom Frauenkreis haben tüchtig gearbeitet. 
Zuerst wurden alle Quadrate nochmal sortiert.

Dann wurden zwei Reihen mit Farben nach Regenbogenverlauf gelegt und ein großes Viertel mit Klebeband auf den Fußboden gemalt. 
Das Viertel wurde mit Fleckchen ausgelegt und dann wurde diskutiert.

Ich kann Euch sagen, viele Frauen, viele Meinungen. Aber wir wären ja nicht im Frauenkreis Wallinghausen, Egels, Popens,wenn sich die Frauen nicht doch schnell einig geworden wären. Als dieser Findungsprozess abgeschlossen war, legten alle Beteiligten  noch einmal auf jedes Quadrat die gleiche Farbe.

Danach wurden aus den einzelnen Reihen Päckchen gebunden, die nun darauf warten, zusammengehäkelt zu werden. Das machen die Frauen dann zusammen im Gemeindehaus und werden dabei sicherlich auch viel klönen können. 
Ich, die Tipi-Liesel, warte immer noch, dass mit mir auch mal was passiert, aber im Augenblick ist es ja auch wichtig, dass ich den Überblick behalte.

Bis bald,

 Eure Tipi-Liesel




Hallo Strick-und Häkelfreunde und -freundinnen!

Das glaubt Ihr nicht!!!!!
Am 19. August haben sich 19 Frauen getroffen und meine Brüder und Schwestern zu langen Streifen zusammen gehäkelt. Und die haben nicht nur geredet, nein, die waren so fleißig bei der Sache, dass das erste Viertel der Tipihaut schon fast fertig ist. Was noch nicht zusammengefügt war, wurde mit nach Hause genommen. 
Ich bin dieses Mal nicht auf den Bildern. Ich hatte irgendwie einen schlechten Tag. Ich hatte es mir ganz unten in einer der vielen Kisten gemütlich gemacht.



Edith hat mich erst am nächsten Tag hervorgeholt und mich wieder obenauf gestellt. Na ja, sowas muss auch mal sein. Trotzdem habe ich den vollen Überblick und werde weiter berichten.



Hier sieht man die fleißigen Häklerinnen bei der Arbeit.

Eure jetzt wieder flotte Tipi-Liesel. 


Wallinghausen, den 11. Sept 2015
Hallo Tipi-Freunde und Tipi-Freundinnen,

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was passiert ist. Edith kommt mit Kathrin ins Gemeindehaus und legt alle Brüder und Schwestern von mir, die schon in Streifen gehäkelt waren auf den Fußboden. 
Dann fangen die beiden Frauen an, diese Streifen zusammenzunähen und liegen dabei die ganze Zeit auf dem Fußboden. Ich hab alles genau beobachten können. Zwei Tagen und ein bisschen haben die da so gearbeitet, bis aus den ganzen Streifen eine große Decke geworden ist. 



Und dann passierte es, mir wurde ganz schwindelig!!!!! Edith hat mich gepackt und aufgeknotet und dann mit mir die erste Bahn überhäkelt. Ich bin total stolz!!!! Jetzt sitze ich ganz oben im Zelt und kann alles von dort aus erzählen, was mit dem Tipi passiert. 



Noch liegt die große Decke im Gemeindehaus, weil die anderen Bahnen noch überhäkelt werden müssen, aber ich habe gehört, dass wir am 11. Oktober 2015 auf ein Bambusgerüst geheftet werden. Leute ich sag es Euch, dann geht es aber rund. 

Bis bald, Eure Tipi-Liesel



Wallinghausen , den 18. Oktober 2015

Hallo alle Tipi-Fans!

Hier kommt nun der vorläufig letzte Bericht. 
Das Tipi ist aufgebaut und erstrahlt in voller Größe an der Straße am Heerenkamp 24. 
Ich erzähle Euch mal kurz, wie sich das alles zugetragen hat. 

Am 10. Oktober kam Ute und hat mir einen Streifen untergenäht. Ich hatte zuerst ein bisschen Angst vor der Nähmaschine, aber es hat nicht weh getan. Dafür ist der obere Rand vom Tipi jetzt ganz stabil und rutscht nicht von den Stangen. 

Am Sonntag sind Edith und Ute dann ganz früh zur Kirchengemeinde gefahren. Ediths Mann Rainer und die Mitstreiterin Harmine gesellten sich ebenfalls zum Aufbauteam. 
Aus den Bambusstangen wurde dann ein sogenanntes "Dreibein" geformt und aufgestellt. Dazwischen kamen weitere Tipistangen, sodass ein stabiles Gerüst gebildet wurde. 
Die Tipihaut wurde auf dem Boden ausgebreitet und darauf eine weitere Bambusstange mit Kabelbindern fixiert. Und dann tat es einen Schwung und die ganze Tipihaut mit mir, natürlich, sauste in die Höhe. 
Von da oben habe ich einen ganz tollen Ausblick auf das weitere Geschehen. Die Strickware wurde sorgfältig um das Gestell gelegt und festgebunden. Der Eingang  wurde ein wenig zugenäht. Zum Schluss wurden die unteren Laschen mit Steinen beschwert, damit das Zelt stabil steht. 



Da hatte das Team aber nicht mit dem starken Ostwind gerechnet. Bei einer Böe tat das Tipi einen richtigen Satz und war nicht mehr im Lot. Aber die Leute in Matthäus sind ja nicht doof. Schnell war wieder alles gerichtet und "Heringe" wurden zum Befestigen in den Boden gerammt. Ein Seil von der Spitze zum Verkehrsschild gibt mir und meinen Mitlappen den richtigen Halt.



Dann spielte der Posaunenchor, ein paar nette Worte wurden gesagt und alle staunten. Die vielen AAAAHs und OHHHHHs klingen mir noch immer in den Ohren. 
Am Abend stellt Edith manchmal ein Licht in die Mitte des Zeltes und dann leuchte ich mit allen Quadraten um die Wette. 



So Leute, nun ist erstmal Schluss mit Tagebuch. Wie es mit dem Tipi und mit mir weiter geht, das wird in einem neuen Kapitel berichtet, wenn es im nächsten Jahr auf Reisen geht. 

Viele Grüße
Eure Tipi-Liesel




Erstellt von: EGLE, am 06.06.2015 - 19.36 Uhr; letzte Änderung: 21.10.2015 - 22.45 Uhr, von: adm